Was ist Figurenspieltherapie?

 

Kurz Zusammengefasst

Figurenspieltherapie ist eine psychotherapeutisch orientierte Spieltherapieform, die auf verschiedenen Entwicklungsmodellen basiert. Spielerische und kreative Interaktionen wie das Gestalten von Handfiguren, das Spielen von Theater mit den Figuren auf dem Bügelbrett, das Erzählen von Märchen und Geschichten und das Malen und Zeichnen begleiten den therapeutischen Prozess.

Was geschieht in der Figurenspieltherapie?

Oft können Kinder nicht in Worten ausdrücken, welche Sorgen, Ängste und Schwierigkeiten sie belasten. Deshalb sind ihre Geschichten, die sie mit Figuren spielen, symbolhafte Botschaften. Die gewählte oder geschöpfte (gestaltete) Figur ist eine Stellvertreterin der Menschen und Dinge, mit denen sich die Kinder auseinandersetzen.

 

So werden eigene Geschichten gespielt, und damit  Probleme, Konflikte, Wünsche und Lösungsansätze symbolhaft dargestellt. In solchen Rollenspielen können belastende Situationen mehrfach durchgespielt, mögliche Lösungsansätze ausprobiert und erlebte Spannungen abgebaut werden. Der Prozess wird von der Therapeutin beobachtet und begleitet, sowie mit gezielten Interventionen während des Spiels unterstützt. Auf diese Weise können Wege zur Verarbeitung und Lösung von belastenden Situationen gefunden werden. Damit wird das Kind auf seinem Entwicklungsweg gestärkt und es kann daraus Mut und Lebenskraft fürs reale Leben schöpfen.

Warum Figurenspieltherapie?

Übergänge zwischen verschiedenen Lebensphasen können bei Kindern Ängste, psychosomatische Reaktionen, Schlafstörungen, Sprachstörungen, Eifersucht oder geringes Selbstvertrauen hervorrufen und sie so aus dem inneren Gleichgewicht werfen. Für betroffene Kinder und Bezugspersonen kann es schwer verständlich sein, was in den Herzen und Köpfen der Kinder in solchen verunsichernden Lebensphasen vor sich geht.

Kinder beziehen sich gedanklich immer wieder auf die magische Welt, deshalb sprechen sie besonders gut auf die Figurenspieltherapie an. Mit der Figurenspieltherapie können sie ihr Befinden symbolhaft ausdrücken und Lösungen ausprobieren.

Rahmenbedingungen

Eine Therapiestunde dauert 60 Minuten und findet in regelmässigen Abständen statt, in der Regel wöchentlich. Die Dauer des Therapieprozesses  wird durch die Befindlichkeit des Kindes bestimmt, und ist demnach schwierig, im Voraus zu bestimmen.

Regelmässige Gespräche mit den Eltern  sind Bestandteil der Therapie und der Austausch mit ihnen kann helfen, den Therapieprozess positiv zu beeinflussen.

 

EMR und ASCA anerkannt. Die Kosten werden von diversen Zusatzversicherungen unterstützt.

Asca (Schweizerische Stiftung für Komplementärmedizin) : Methodennummer 572 (Figurenspieltherapie)

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